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... zur Wartburg
2007
Sonntag, den 24. Februar 2008 um 19:42 Uhr

Das Unternehmen Landesausstellung startete mit einer Gruppe Hockschter Einwohner. Da wir schon recht früh losgefahren waren, kamen wir auch relativ zeitig oben auf der Burg der Thüringer Landgrafen an. Das hatte den Vorteil, dass wir uns nicht anstellen mussten, um in die Ausstellung eingelassen zu werden. Wir staunten nicht schlecht, denn trotz des schlechten Wetters waren zahlreiche Besucher unterwegs. Allerdings sollte der Strom der Wissbegierigen noch im Verlaufe des Vormittags so zunehmen, dass sich draußen im Burghof eine Schlange bildete.
 Nachdem wir also unsere Bahn-Fahrkarte in Elisabeth-Cards, die Eintrittskarten, eingetauscht hatten, betraten wir die Ausstellung.

Spitzenklasse ist stark untertrieben, wenn man beschreiben sollte, was dort zum Thema zusammengetragen worden ist. Ein großes Lob an die Macher der Ausstellung war durchaus angebracht!
Thüringen zeigte damit ganz große Kultur.
Aus ganz Europa waren Exponate ausgestellt worden. Elisabeth von Thüringen galt nicht zu Unrecht als bestdokumentierteste Frau des 13. Jahrhunderts. Schon zwei Jahre nach ihrem Tod begann der Heiligsprechungsprozess. Zu diesem frühen Zeitpunkt wurden ihre Zofen und weitere Menschen aus ihrem Umfeld befragt und das Leben Elisabeths aufgezeichnet.
Erstaunlich, wenn man einen Mantel sieht, den sie getragen haben soll, einen Psalter, in dem sie geblättert hat – immerhin vor 8 Jahrhunderten!
Kein anderer Ort als die Wartburg wäre geeigneter gewesen, diese Ausstellung zu beherbergen, lebte Elisabeth doch innerhalb dieser Mauern. Deshalb fügten sich die Räume der Wartburg, wie etwa die Elisabethkemenate (wurde zu Beginn des 20. Jh. ausgestaltet) mit ihren abertausend Mosaiksteinen, die das Leben der Elisabeth darstellen und auch die Elisabethgalerie, nahtlos in das Ganze der Ausstellung ein.
Im Anschluss an den Rundgang fanden wir uns wieder im noch immer regennassen Hof der Burg ein. Etwa drei Stunden hatten wir mit dem Betrachten der Exponate zugebracht. Eigentlich hätte man sich noch mehr Zeit nehmen müssen aber die Ausstellung auf der Wartburg zeigte nur einen Teil der Landesausstellung.

Der zweite Teil, der der Heiligen Elisabeth gewidmet war, also alles das zeigte, was nach ihrem Tod mit ihrer Person geschah (bis in die heutige Zeit), befand sich unterhalb des Burgberges, in der Predigerkirche in Eisenach.
Ich hatte mir vorgenommen zu Fuß zu gehen, während der Rest unserer Gruppe den Bus nahm. An der Eselstation vorbei, führte der Weg hinunter in die Stadt. Dort angekommen taten mir meine großen „Onkel“ (Zehen) weh, weil ich in meinen Schuhen wegen des steilen Weges nach vorn gerutscht war. Egal – ich hatte die Kirche gefunden.
Auch hier befanden sich Exponate, die sonst nur in ganz Europa verstreut zu finden sind. Etwa Reliquienschreine mit Fleischteilen und Knochensplittern Elisabeths.
Man kann sich kaum vorstellen, dass Elisabeths Überreste nach ihrem Tode regelrecht zerstückelt worden waren, um in kleinen Kästchen, Kreuzen, Schränkchen oder sonstigen Gegenständen aufbewahrt und dann verehrt zu werden.
Im Obergeschoss wurde ein Stummfilm aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gezeigt, der das Leben der Elisabeth von Thüringen zeigte. Das Besondere an dem Film war, dass die Szenen in den Räumen der Wartburg gedreht wurden und man einen Blick in die Wartburg vor 80 Jahren werfen konnte.

 Nach dem Besuch des zweiten Teils der Landesausstellung war noch Zeit zu einem Bummel durch die Eisenacher Innenstadt. Gut, dass man die Elisabeth-Card in der Tasche hatte. Mit ihr hatte man bis zum Abend des Folgetages die Möglichkeit, zahlreiche andere Denkmäler und Veranstaltungen in ganz Thüringen kostenlos oder ermäßigt zu besuchen.
Nichts lag also näher, als sich das Lutherhaus anzusehen – hier wohnte Luther während seiner Schulzeit – und auch das neue Bach-Museum.

Allerdings wurde die Zeit dann doch knapp und der Zug, den wir nehmen wollten, wartete nicht auf Zuspätkommer.

Ein wirklich bemerkenswerter Tagesausflug ging seinem Ende entgegen.

 

ENDE 

 

 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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