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2009
Dienstag, den 02. Februar 2010 um 14:13 Uhr

SchanzenanlageMein Abstecher am 25. Juli 2009 führte mich mal wieder an eine Wintersportanlage - eine Skisprungschanze. Diesmal hatte ich sogar einen Fotoapparat dabei (nicht wie einige Jahre zuvor, als ich auf der Skisprungschanze von Insbruck stand, die damals gerade umgebaut wurdeund ich nichts ablichten konnte).
Für den Abstecher hatte es sich sogar die Sonne überlegt, hinter den Wolken hervorzukommen.
Mein Ziel war der Wintersportort Garmisch-Partenkirchen, wo am südlichen Rand des Ortes, am Berghang die Olympiaschanze liegt.
Im Jahr 1936 fanden hier die IV. Olympischen Winterspiele statt und im Vorfeld wurde ein Olympia-Skistadion aus Erd- und Holztribünen errichtet, welches für 40.000 Zuschauer ausgelegt war. Aus Anlass der Spiele wurde neben der bestehenden kleinen eine große Olympiaschanze mit einem hölzernen Anlaufturm errichtet.
Zu den Olympischen Winterspielen von Garmisch-Partenkirchen waren 755 Sportler aus 28 Nationen angereist. Die Wettkämpfe verfolgten insgesamt 619.000 Zuschauer. Sowohl Teilnehmer als auch Zuschauerzahlen stellten alles bis dahin gewesene in den Schatten.
Nach den Spielen wurde das hölzerne Stadion in Betonbauweise neu errichtet. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges erhielt Garmisch-Partenkirchen erneut* den Auftrag, die V. Olympischen Spiele auszurichten, welche aber wegen dem Krieg abgesagt wurden.
Nach dem Krieg wurde wieder erneuert und umgebaut. 1950 war die Schanze von Garmisch-Partenkirchen die erste Schanze der Welt, die eine Stahlkonstruktion erhalten hatte. Seither fanden auf dieser Anlage im Rahmen der Vierschanzenturnee die Neujahrsspringen statt. Im Jahr 2007 wurde wegen gestiegener Anforderungen an solche Sportstätten, eine komplett neue Schanzenanlage gebaut.
Die Länge des Anlaufs beträgt 103,5 m und der Schanzenkopf ragt 55 Meter über dem Gelände auf. Der Aufsprunghang ist insgesamt 203 m lang und hat eine Steigung von bis 37,2° (76%).
Den Auslauf bildet das Olympiastadion mit Zuschauertribünen. Rechts und links vom Zugang zum Olympiastadion sind in die Betonwände große Skulpturen eingearbeitet, deren Vorbilder wohl in der griechischen Architektur oder Bildhauerkunst zu suchen sind. Die Frauenfigur trägt einen Siegerkranz und neben ihr sind in einer Goldinschrift die Olympiasieger der 1936er Spiele verewigt. Die männliche Figur trägt die Olympische Fackel neben der die Daten und Verantwortlichen der Spiele festgehalten sind.

* Nach diesen Spielen von 1936 sollte es zwölf Jahre dauern, bis wieder Olympische Winterspiele stattfinden sollten. Für 1940 waren die V. Winterspiele an Sapporo in Japan vergeben worden. Dies hatte das Olympische Komitee im Jahr 1936 festgelegt. Wegen dem Aussbruch des Krieges zwischen Japan und China gab Japan die Spiele zurück. St Moritz in der Schweiz sollte neuer Austragungsort sein. Es gab jedoch Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Internationalen Skiverband und dem Internationalen Olympischen Komitee über die Zulassung von Skilehrern zu den Wettbewerben (das IOC wollte keine "Berufssportler" zulassen). Daraufhin sollten nur noch Demonstrationswettbewerbe stattfinden, welche von den Verantwortlichen in St. Moritz aus Protest jedoch nicht vorbereitet wurden. Das IOC vergab daraufhin die Spiele erneut an Garmisch-Partenkirchen. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden die Spiele abgesagt und erst im Jahr 1948 in St. Moritz durchgeführt.
 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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