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... zur Akropolis von Athen
1999
Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 16:22 Uhr
Schon im Altertum wurden hier die Schiffe über das Land gezogen, um den nicht ungefährlichen Wasserweg um die Halbinsel herum abzukürzen.
Es wurde ein kurzer Halt eingelegt damit Fotos gemacht werden konnten. Auch ich schoss einige Bilder und der Bus setzte kurz darauf seine Fahrt fort. Mehrspurig zog sich die Straße bis nach Athen hinein. Oben auf einem gewaltigen Felsen, mitten im Häusermeer thronte das Ziel der Fahrt: die Akropolis. Zuvor ging es aber auf einen kurzen Abstecher zum Olympiastadion, dorthin, wo die ersten Spiele der Neuzeit 1896 ausgetragen worden waren. Diese Arena beeindruckte durch hohe Marmorbänke ringsum. Für die Besichtigung war wenig Zeit eingeplant und der Bus fuhr nach nur kurzem Zwischenstopp auf die Akropolis zu. 
Als Akropolis wird die Stadtfestung einer griechischen Stadt bezeichnet. Zugleich wurde diese auch als Ort für die Errichtung von Heiligtümern, also Tempeln genutzt. Die bekannteste Akropolis dürfte die von Athen sein. Deshalb war es schon ein unbedingtes Muss wenn man in der Nähe war, auch hinzufahren, um sie sich anzusehen.
Der Bus hielt unterhalb der Akropolis und öffnete seine Türen. Das Thermometer zeigte inzwischen etwas mehr als 40°C an - wohlgemerkt im Schatten - und der Aufstieg auf den glühenden Felsen konnte beginnen. Die Hitze, die gleichzeitig von oben und unten kam - der Felsen war aufgeheizt - war unerträglich. Ich konnte mich gar nicht richtig auf die antiken Bauwerke konzentrieren. Jedes bisschen Schatten war war ein begehrter Platz, trug aber nicht wesentlich zur Abkühlung bei.
Den Zugang zur Plattform mit den Tempelbauten bildete eine Treppe, die es in der Hitze noch zu überwinden galt. Dieser flache Felsen mit den antiken Bauten ragte etwa 150 Meter über die Dächer der Stadt hinaus. Beim von dort unten schon auszumachenden Tempel handelte es sich um den so genannten Partenon, dem Tempel der Schutzgöttin der Stadt, Athene. Dieser Athena-Tempel war ringsum mit einer Absperrung versehen, so dass die Schatten, den die senkrecht über mir stehende Sonne warf, unerreichbar blieben. Der Weg führte links an der Längsseite des Tempels entlang bis zum Erechtheion, einem weiteren Tempel. Allgemein bekannt ist dieser, wegen den durch Frauenskulpturen ersetzten Säulen, den Karyatiden, die das Dach der Vorhalle trugen. Von dort ging es weiter in das Akropolis-Museum. Dieses bot wegen seiner klimatisierten Räume endlich Abkühlung. Hier war eine Nachbildung des von den Engländern nach London verbrachten Giebels zu sehen sowie Skulpturen und andere Kunstwerke, die geborgen worden waren.
Wieder außerhalb des Museums war die Hitze umso unerträglicher geworden, hatte man sich doch gerade von ihr erholt. Von der Südseuite des Akropolis-Felsens aus hatte man eine gute Sicht auf die unterhalb, am Fuße des Berges gelegenen Theater. Das Dionysostheater war das wichtigste Theater  im antiken Griechenland. Es gilt als geburtsstätte des Theaterspiels. Seinen Namen erhielt es von Dionysos, dem Gott des Weins. Zur Anlage gehörte auch noch ein Dionysos-Tempel. 
Das kleinere der beiden Theater ist das Odeon des Herodes Atticus. Es wurde nach seinem Stifter benannt, fasst 5.000 Zuschauer und wird noch heute für Theateraufführungen genutzt. Von hier hatte man einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt. Nicht weit entfernt vom Felsen der Akropolis konnte man den Tempel des olympischen Zeus gut erkennen. Dabei handelte es sich um einen der größten Tempel im antiken Griechenland. Von den über 100 Säulen stehen heute gerade noch 16.
Die Besichtigung der Akropolis war damit abgeschlossen. Ein Kioskbesitzer gleich hinter dem Ausgang machte an diesem Tag vermutlich das Geschäft seines Lebens mit eisgekühlten Getränken.
Bevor der Bus seine Rückfahrt antrat, stand noch ein kleiner Rundgang durch die am Fuße der Akropolis liegenden Athener Altstadt im Programm. Leider blieb hier nur wenig Zeit, sich richtig und in Ruhe umzusehen. Irgendwann werde vielleicht einen weiteren Abstecher nach Athen machen.
 
 
ENDE
 
 
* Fotos machte ich bei diesem Abstecher mit einer herkömmlichen Kamera. Deshalb stehen nur wenige Aufnahmen in mäßiger Qualität zur Verfügung.
 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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