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... zum Orakel von Delphi
1999
Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 16:00 Uhr
Die Halbinsel ist heute eigentlich keine richtige Halbinsel mehr, da sie ringsum vom Meer umgeben ist. Diese Tatsache resultiert aber nur daher, weil 1893 ein künstlicher Kanal angelegt worden war, der Kanal von Korinth, um den Hafen von Athen, Piräus, schneller vom östlichen Festland und der Adria erreichen zu können. Ohne diese künstliche Wasserstraße, die die etwa 6 km breite Landenge durchschneidet hätte man die gesamte Halbinsel umschiffen müssen. 

Der erste Teil der Reiseroute mit dem Bus endete in Patras, einem der bekannteren Häfen des Mittelmeeres. Von dort ging es mit der Fähre hinüber auf das Festland. Die Fahrzeuge standen dicht an dicht auf dem Deck, so dass man sich fragte, wie die Fahrer überhaupt in das Innere des jeweiligen Gefährts kamen. 

Auf der anderen Seite des Golfs ging es weiter in westlicher Richtung. Die Orakelstätte liegt etwa in der Mitte des Golfes und in der Nähe der Küste. Der Parnass, Griechenlands mächtiges Gebirge erhebt sich fast übergangslos aus dem Meer und der Bus schraubte sich einen Berghang hinauf, bevor Delphi schließlich erreicht war. Ich hatte immer gedacht, dass Delphi eine flache Tempelanlage sei. hier wurde ich allerdings eines Besseren belehrt:  Die antike Stätte schmiegt sich an einen steilen Berghang. Über verschiedene Terrassen mit antiken Tempelruinen und Mauerresten von Gebäuden gelangte ich über etliche Höhenmeter nach oben, wo eine Arena den Abschluss der Stadt bildete. Dabei handelte es sich nicht um ein Amphitheater - das gab es außerdem - sondern um eine Arena für Sportwettkämpfe. Wenn man bis hier nach oben geklettert war, hatte man einen herrlichen Überblick über die gesamte Anlage und das Tal. Laut zirpten die Grillen in den wenigen Bäumen, die in der Anlage wuchsen.

Delphi war eine der wichtigsten und bekanntesten Orakelstätten im Altertum (der Blütezeit Hellas). Delphi wurde lange Zeit siogar als Mittelpunkt der Welt angesehen, welcher durch den Omphalos markiert war. Beim "Nabel der Welt" handelte es sich um einen Stein in Zylindrischer Form mit einer runden Kuppe. Diese war mit einem netzartigen Fries verziert. Es wird vermutet, dass es sich dabei um einen Opferstein der Göttin Gaia handelte, der Göttin der Erde. Diese wurde zunächst in Delphi verehrt, bevor der Kult dem Gott Apollon galt. Auf Gaia ist es wohl auch zurückzuführen, dass Apollon nicht durch einen Priester sprach, sondern durch die Pythia. Diese soll auf einem dreibeinigen Schemel im Apoloontemel über einer Erdspalte gesessen haben, aus der Dämpfe nach oben stiegen. Durch diese Dämpfe fiel die Pythia in Trance und konnte ihre weissagungen machen.

ENDE

 
 * Fotos machte ich bei diesem Abstecher mit einer herkömmlichen Kamera. Deshalb stehen nur wenige Aufnahmen zur Verfügung.
 

Sonntag, 16. Dezember 2018

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