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Rattentanz
Romane
Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 07:53 Uhr

 

Rattentanz, das Erstlingswerk von Michael Tietz kommt mit seinen über 800 Seiten für einen unbekannten Autoren ziemlich seitenreich daher.
Jedoch schon nach den ersten Zeilen packt einen das Lesefieber und man liest glatt durch bis zur letzten Seite.

Die Handlung spielt zumeist in Deutschland, einige Kapitel in Schweden. Es geht um das alte Denkspiel: Was passiert, wenn ...?

Tietz lässt in seinem Roman einen Computervirus auf die Menschheit los, der von ein paar Schülern ausgetüftelt worden war, um den Schulrechner lahm zu legen.
Bedauerlicherweise sind aber weltweit an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit sämtliche Comuter befallen und schalten sich aus.
Was passiert, wenn das passiert?
... Flugzeuge stürzen ab.
... es gibt keinen Strom mehr (nur noch Notstromaggregate halten in einigen Gebäuden, wie in Krankenhäusern, für Stunden das Leben aufrecht - im wahrsten Sinne des Wortes, denn nachdem der Diesel aufgebraucht ist ...)
... Kommunikation über Medien gibt es nicht mehr
... Tankstellen funktionieren nicht mehr
... Kassen in Lebensmittelgeschäften funktionieren nicht mehr
... Banken geben kein Geld mehr heraus

Leute, die nicht an ihr Geld kommen, um sich etwas zu kaufen (nur wo?), fangen an zu plündern. Man will weg - nur, wohin?
In den Städten bricht nach nur wenigen Stunden das Chaos aus und es bilden sich Banden die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Auf dem Land versucht man sich indessen auf die Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln zu konzentrieren. Kühe müssen per Hand gemolken werden. Dazu braucht man mehr Hände, als zum  Betrieb einer Melkanlage. Man organisiert sich und lernt wieder Sahne zu Käse zu verarbeiten. Es gibt aber auch dort (Sesselfurzer, sage ich jetzt mal) Leute, die sich um die (Hand)Arbeit drücken und als große Organisatoren nur dirigieren wollen.

Es gibt Leute, die vor dem weltweiten Computerabsturz glücklicherweise einkaufen waren und nun ihre Lebensmittel vor anderen verstecken müssen, um nicht teilen zu müssen.
Es gibt Leute mit Diabetes, die anderen Leuten hunderte Euro anbieten. Sie sollen zur nächsten Apotheke fahren um für sie eine Insulinspritze zu besorgen.

Was macht man, wenn man wegen einer Geschäftsreise in Schweden festhängt und kein Flugzeug mehr fliegt? Was, wenn die Pfeiler der Öresundbrücke durch manövrierunfähige Tanker zerstört wurden?
Soll man über Finnland, Russland und Polen nach Deutschland laufen oder sich lieber ein Floß bauen, um damit über die Ostsee nach Rügen zu schippern?

All das und noch viel mehr beantwortet und zeigt Tietz in seinem sehr spannenden Buch.

Mein Fazit: Unbedingt lesen!!!!

 

 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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