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2008
Donnerstag, den 27. November 2008 um 11:30 Uhr
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Seite 2 - zwischen Ruinen
Neben der Hütte war eine Schranke installiert (1), die die Straße absperrte. Ein Mann trat aus dem Holzbau heraus und ich musste Eintritt bezahlen, um durch die Schranke und dann die Straße hinab in die antike Stadt gehen zu können.

 

Ich folgte mehreren Windungen der Straße, die sich seicht am Berghang hinunter in die Bucht schlängelte. Immer wieder fuhren Fahrzeuge an mir vorbei und ich fragte mich ob ich tatsächlich auf dem richtigen Weg war. Nach bestimmt einem Kilometer Fußmarsch bergab, waren links neben der Straße tatsächlich die ersten Spuren antiker Gebäude auszumachen. Ein Schild an der Stelle besagte, dass die Mauerreste zu einem Tempelbau gehörten. Ringsum wuchsen Bäume und Sträucher und es hatte beinahe den Anschein, dass die Natur die alten Mauern zu überwachsen versuchte. Ich folgte der Straße weiter, während sich rechts davon ein Sumpfgebiet ausdehnte. Inzwischen war ich in einer Bucht angekommen. Rings um mich herum waren die Fragmente alter Gemäuer zu sehen und die wenigen Besucher stolperten darin herum. (2)

Phaselis soll um 700 v. u. Z. als Kolonie der Bewohner von Rhodos  gegründet worden sein und gehörte dann ab etwa 500 v. u. Z. zum Perserreich. Später war die Stadt unter der Herrschaft Athens Mitglied im Attischen Seebund, welcher zum Ziel hatte die Perser von der Ägäis mit ihren griechisch besiedelten Inseln und Ländereien fernzuhalten, sowie die wichtigen Handelswege über das Meer zu schützen. Um 400 v. Chr. wurde die Stadt wieder persisch und schließlich 333 v. u. Z. von Alexander des Großen erobert. Während der Auseinandersetzungen der Nachfolger Alexanders um sein Erbe und die Herrschaft wurde die Stadt bis etwa 100 v. u. Z. unter römischer Führung dem Lykischen Bund eingegliedert. Dieser Bund war ein Zusammenschluss von Städten in Kleinasien, die sich damit gewissermaßen demokratisch-politisch verbanden. Die nahe gelegene Stadt Attaleia, heute als Antalya bekannt, verdrängte das kleinere Phaselis als Hafen- und Handelsstadt und die Stadt diente schließlich Seeräubern, die die lykische Küste unsicher machten als Unterschlupf.  Die Seeräuber waren es, die schließlich das Schicksal der Stadt besiegelten. Wegen ihnen wurde die Stadt zerstört, dann aber gegen Ende des 1. Jh. u. Z. unter römischer Herrschaft wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammten auch vorwiegend die Ruinen, vor denen ich nun stand. In den folgenden Jahrhunderten versank Phaselis jedoch wieder in der Bedeutungslosigkeit und diente ab dem 10. Jh. lediglich als Steinbruch für Antalya.

 Ich stand nun am nördlichen Hafenbecken (2) und ein wahrliches Postkarten-Panorama breitete sich vor mir aus: Blauer Himmel, blaues Meer, heller Sand am Strand und ringsherum zum Teil prächtig anzusehende Ruinen. Während links des Hafens kleinere Häuser zu sehen waren vor denen Sarkophage standen  - hier befand sich die Nekropole der Stadt - wurde die rechte Seite von den mächtigen, gut erhaltenen Bögen eines Aquäduktes dominiert. 

Ich hielt mich zuerst links und marschierte am Strand entlang, wo abgestorbene Bäume  in das Wasser ragten und einige Angler am Werk waren.

 

 

 

 

 

 

 Ich ging zurück zum Hafen und ging unter den Aquädukt-Bogen (3) hindurch und gelangte so zur Hauptachse, die die gesamte Halbinsel - um eine solche handelte es sich hier - in einer Breite von gut zwanzig Metern durchschnitt.

 Großes Steinpflaster, gesäumt von Zahlreichen Gebäuderuinen führten zunächst etwas bergan bis ich an einem größeren Platz gelangte.

 

 

 

 

 

 



 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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