Start ... Abstecher 2006 ... mit dem Rad in die Schlacht
... mit dem Rad in die Schlacht
2006
Mittwoch, den 16. April 2008 um 10:53 Uhr
Wir hatten keine Lust lange im Stau zu stehen, um einen Parkplatz zu ergattern oder Kilometer für Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Wir fuhren also los und gelangten über die A4 rasch zu dem Punkt, von wo wir uns Jena und Auerstedt nähern wollten. Hinter Magdala stellten wir die Autos ab und schwangen uns auf die Räder. Von dort ging es durch Klein- und Großschwabhausen nach Isserstedt, wo schon viele Fahrzeuge an den Straßenrändern geparkt waren. Die Parkplätze, die man dort eingerichtet hatte waren restlos voll, um so breiter war unser Grinsen als wir daran vorbei fuhren.
 
 Auch an den Zuschauermassen, die sich von hier zu Fuß auf den Weg gemacht hatten fuhren wir vorbei und erreichten Lützeroda, einen der drei Orte zwischen denen die Wiese für die Schlacht bereit war. Die anderen Orte waren Closewitz und Cospeda. 
Lützeroda hatte sich geschmückt und an allerhand Ständen und Marktbuden wurde Essen und Getränke verkauften. Wir schlossen unsere Räder an und schlenderten durch den Ort. Man hatte einen historischen Markt aufgebaut, wo es verschiedene Sachen zu erstehen gab, die mit militärischen Dingen zu tun hatten, aber auch kunsthandwerkliche Sachen. Wir erstanden zum Beispiel im Vorbeigehen eine hölzernen Kochlöffel.
 
 Hinter Lützeroda erreichten wir das Schlachtfeld, das mit einem hohen Zaun gegen die Besucher gesichert war, die keinen Eintritt gezahlt hatten. Wir fragten am dortigen Einlass, wo es die Karten geben würde und bekamen die Auskunft, dass die Karten im Nachbarort, also in Closewitz verkauft würden. Einige der Leute, die ebenfalls dort hinein wollten, aber wie wir keine Karten hatten waren sauer, wie wir. Wir hätten also ins Nachbardorf laufen müssen um hier hinein zu kommen. Dabei hatte die Schlacht schon begonnen. 
 
Nicht weit von unserem Standort hatten ein paar Leute den Zaun einen Spalt breit geöffnet. Immer mehr Leute strömten zu der Stelle und zwängten sich auf das Schlachtfeld - wir natürlich auch. Wir erreichten einen Hügel und bemerkten dort, dass der Strom der Leute hinter uns versiegt war. Man hatte den Durchschlupf geschlossen. 
 
 Von unserem Standort aus konnten wir durch den Nebel, die hohe Zuschauertribüne sehen, die man extra aufgebaut hatte. Truppenverbände marschierten über das Gelände und es waren einige Schüsse zu hören, die mal hier und mal dort abgefeuert wurden. Auch Kanonen wurden abgefeuert. Deren Donner drang zu uns herüber, während der weiße Qualm das Gelände zusätzlich eintrübte.
Insgesamt sollen wohl über 1.500 Komparsen aus über 20 Ländern hier mitwirken. Das französische Heer wurde indessen von einem Amerikaner angeführt, denn von dort kam der Darsteller her.
 
Vor 200 Jahren verloren bei den Kämpfen 35.000 Menschen ihr Leben oder verwundet.  Die Schlacht gilt als einer der wichtigsten militärischen Erfolg des französischen Kaisers Napoleon. In Jena und Auerstedt standen sich insgesamt 240.000 Soldaten der verfeindeten Mächte Preußen und Frankreich gegenüber. Die Franzosen waren taktisch überlegen. So markiert die Schlacht den Tiefpunkt der preußischen Macht in Europa und war gleichzeitig einer der größten Triumphe für Napoleon.
 
Da wir nicht gut hörten, was der Sprecher in mehren Sprache drüben auf der anderen Seite der Wiese ankündigte, erschloss sich uns der Strang des Geschehens nicht. Viel interessanter war das Schicksal eines Hasen der Haken schlagend zwischen den einzelnen Armeeverbänden hin und her jagte.  Immer wenn er dachte er sei sicher, erfolgte ein Schuss. Alles um uns herum lachte.
 
Wir waren ehrlich froh, keinen Eintritt bezahlt zu haben und verließen den Ort der Schlacht nach gerade mal einer dreiviertel Stunde und machten uns auf den Heimweg. 
 
ENDE 
 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Seiten-Inhalt

Rechtshinweise

Hier unterwegs

Wir haben 11 Gäste online

Besucher

Heute11
Gestern55
Woche136
Monat1239
Alle, seit 14.02.2007314240

Letzte Seitenänderung

Montag 11 April 2016, 07:13