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... in die Savanne Sachsens
2008
Freitag, den 21. November 2008 um 16:51 Uhr
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Seite 2 - Primaten und Afrika
Vom Bahnhof bis zum Zoo waren es nur wenige Minuten zu Fuß. Der Eingangsbereich vom Zoo hatte sich seit meinem letzten Besuch, Mitte der 1980er Jahre, nur unwesentlich verändert. Klar, die bunte Reklame gab es damals nicht aber der steinernen Bogen über dem Haupteingang war damals schon zu sehen.Dahinter tat sich jedoch wahrlich eine ganz andere Welt auf. Das Gelände wurde komplett unmgekrempelt und quasi in Kontinente oder Lebensräume unterteilt. Ich hatte mir am Eingang einen Plan mitgenommen, nach welchem ich mich im Zoo vorwärts bewegte. Zuerst kam ich am Aquarium vorbei und an den Becken mit den Robben. Hier konnte man die Tiere sogar unterhalb der Wasserlinie durch eine dicke Glasscheibe beobachten.
Nicht weit davon entfernt befand man sich an der Lippenbären-Schlucht, die zugleich auch das Zuhause von Rhesusaffen war.
Lippenbären zählen tatsächlich, wie der Name schon sagt, zu den Bären. Allerdings unterscheiden sie sich, insbesondere am Kopf von ihren Artverwandten. Besonders ihr Maul ist den Ernährungsgewohnheiten angepasst. So fallen lange, bewegliche Lippen und eine noch länger Zunge auf, die zum Aufnehmen und Verzehr von Insekten hervorragend geeignet sind. Lippenbären leben in Asien, vorwiegend in Indien und auf Sri Lanka.
 In der Schlucht waren tatsächlich auch, auf Baumstämmen sitzend, Rhesusaffen zu sehen. Allerdings schienen diesen Bewohnern die Besucher am Zaun ziemlich egal zu sein, denn sie drehten ihnen den Rücken zu. Auch Rhesusaffen leben in Asien, dort erstreckt sich ihr Lebensraum von Afghanistan über Indien - dem Hauptverbreitungsgebiet - bis zum südlichen China und nach Thailand.
 Von dort ging es vorbei am imposanten Jason-Denkmal und an den hohen Freiflugvolieren hinüber zum Elefantentempel "Ganesha Mandir". Nicht nur von außen beeindruckte die große Anlage, sondern auch von innen. Durch einen gewundenen, mit Bambus bewachsenen Dschungelpfad gelangte man  in das Innere des Tempels, wo man zunächst wieder vor einer dicken Glasscheibe stand, hinter der trübes Wasser einen kurzen Blick in die Badewanne der Dickhäuter erlaubte. Leider schwamm aber in dem Augenblick, als ich dort stand nur ein Elefanten-Apfel - oder wie nennt sich das bei Elefanten? - an der Oberfläche des Wassers. Dann ging es Treppen hinauf, von wo man einen Blick in die "Schlafzimmer" der Dickhäutwer werfen konnte. Auch hier passte alles zusammen.  Sogar die kleinen Figuren an den Treppengeländern, die die Hindu-Gottheit Ganesha verkörperten. Im Hinduimus erscheinen Elefanten und Ganesha als Glückszeichen und Hüter an Wohnhäusern ebenso wie an Tempeln. Auch deshalb passten die kleinen Statuen hier in den Tempel. Draußen, in den Freianlagen vor dem Tempel waren die Elefanten zu sehen, wie sie mächtig aber dennoch bedächtig auf und ab gingen.
Im Zoo von Leipzig lebten zum Zeitpunkt meines Abstechers wohl ausschließlich Asiatische Elefanten. Diese Art ist nach dem Afrikanischen Elefanten das zweitgrößte Landtier der Erde und neben dem Afrikanischen und dem Waldelefanten die einzige weitere lebende Art der Elefanten. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Asien über Indien, Sri Lanka, Südchina bis hinüber nach Vietnam. Der Rundgang in "Asien" ging mit der Besichtigung der Amurtiger weiter. Das unter Denkmalschutz stehende Große Hirschhaus aus dem Jahr 1908 war als Informationspunkt über die Tiere eingerichtet worden.  An den Außenmauern waren Modelle von Hirschköpfen angebracht und von der Besucherterrasse hinter dem Haus konnte man gut die Tiger-Taiga überblicken. Zwei der gestreiften Burschen lagen faul in der Sonne, wärend sich die anderen wahrscheinlich in den Schatten zurückgezogen hatten. Das Verbreitungsgebiet der Tiger Verbreitet ist der Tiger von Indien bis China und Südostasien sowie bis über den Amur hinaus nach Sibirien. Sumatra ist die einzige von ihm bewohnte Insel.
Die Tigeranlage erstreckte sich noch ein Stück am Weg, der durch den Zoo führte entlang und es gab auch hier die Möglichkeit, den Tigern durch eine dicke Scheibe beim Baden zuzusehen. Aber so heiß war es den Großkatzen wahrscheinlich nun doch nicht. 
   

 

Montag, 17. Dezember 2018

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