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Die Kuppel des Himmels
Romane
Samstag, den 19. Februar 2011 um 15:42 Uhr

 

Die Kuppel des Himmels von Sebastian Fleming handelt vom Bau eines der größten Kirchengebäude der Welt, dem Petersdom von Rom. Bramante, Sangallo, Michelangelo waren nur einige der Architekten, die am Bau wirkten, sind jedoch die Hauptfiguren im Roman. Donato Bramante wird von Papst Julius II. beauftragt das über 1000 Jahre alte Gotteshaus, welches baufällig war abzureißen, um an gleicher Stelle über dem Grab des Petrus ein neues zu errichten. Ein weiterer Grund für den Neubau war, neben dem schlechten Zustand der alten Basilika, der Einbau eines Mausoleums für die sterblichen Überreste des Papstes welches dieser im Petersdom aufstellen lassen wollte. Der Platz dafür reichte allerdings nicht aus, denn Michelangelo hatte einen Entwurf dafür abgeliefert, welcher dem Papst außerordentlich gefiel, jedoch auch außerordentlich viel Platz beanspruchte. Zwischen Bramante und Michelangelo entbrennt ein Konflikt um Kunst, Können und um die Gunst des Papstes. Gleichzeitig gibt es Widersacher, die weder einen Neubau der Kathedrale wollen, noch die Umsetzung von Michelangelos Entwurf des Mausoleums.

Bramante entwirft sein Lebenswerk mit einer großen freitragenden Kuppel, die den Himmel symbolisieren soll und beginnt mit dem Abriss der alten Basilika. Er lässt die Pfeiler für die Kuppel aufstellen, um nachfolgende Baumeister (er weiß, dass er das Werk nicht vollenden kann) zu zwingen, so zu bauen, wie er es geplant hat, nämlich mit einer Kuppel. Auch Michelangelo beginnt mit seinem Werk, indem er den Bruch vom benötigten Marmor überwacht. Schon beim Transport nach Rom gibt es erste Zwischenfälle, die Michelangelo zur Verzweiflung bringen.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf und der Bau des Domes nimmt Gestalt an. Nachdem Bramante stirbt, wird der Bau über dreißig Jahre zwar fortgesetzt, niemand traut sich jedoch an die Errichtung der Kuppel. Erst als Michelangelo die Bauleitung übernimmt entwirft sie Michelangelo neu und der Bau schreitet voran.

Fazit: Das Buch liest sich flüssig und auch spannend. Fleming nimmt seine Leser mit in die Zeit um das Jahr 1500 und lässt sie die Geschichte hautnah erleben. Was mich etwas gestört hat, war, dass nachdem Bramante und später auch Michelangelo verstorben waren, die Geschichte in gewaltigen Zeit-Sprüngen noch über einige Kapitel fortgeschrieben wurde, was  eigentlich nicht notwendig gewesen wäre. Mit wenigen Sätzen über die Fortführung des Baues nach Michelangelo hätte man den Roman beenden können.

Trotzdem hat mich die Geschichte dazu angetrieben, mir eine Roman-Biografie über Michelangelo zuzulegen. Mehr darüber später, sobald ich sie gelesen habe.

 

  • Taschenbuch: 672 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404164903
  • ISBN-13: 978-3404164905
 

Montag, 17. Dezember 2018

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