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Die Insel unter dem Meer
Romane
Donnerstag, den 09. August 2012 um 07:07 Uhr

Der Roman von Isabell Allende beschreibt das Leben einer Sklavin in der ehemaligen französischen Kolonie Saint-Domingue, dem heutigen Tahiti, auf Kuba und in New Orleans. Die Mulattin Zarité wird als junges Mädchen an einen weißen Plantagenbesitzer verkauft, der, wie alle anderen Plantagenbesitzer, auf der karibischen Insel Zuckerrohr anbaut. Teté, wie das Mädchen genannt wird, soll der Herrin der Plantage im Haus dienen und wird extra dafür ausgebildet. Sie wird von einer Kurtisane auf ihre Aufgabe vorbereitet, die dem Plantagenbesitzer in der Vergangenheit sehr nahe stand. Dieser hatte jedoch erst kürzlich auf Kuba seine Frau kennengelernt und geheiratet. Teté findet sich nicht mit ihrer Rolle als Sklavin ab und trägt Fluchtgedanken in sich, die sie auch ausführt. Sie muss ihre Flucht jedoch abbrechen als sie erkennt, dass die Flucht von einzelnen Sklaven keine wirkliche Freiheit bedeutet. Für die wirkliche Freiheit müsste die Sklaverei abgeschafft werden. Sie kommt also, frisch ausgebildet als Haussklavin, zu ihrer neuen Herrin auf die Plantage. Als diese ein Kind bekommt wird schnell deutlich, dass die Mutter mit dem Sohn nichts anfangen kann sich folglich die Sklavin Teté um den Erben der Plantage kümmern muss. Die Herrin driftet im laufe der Zeit in einen Zustand geistiger Verwirrung ab. Nur Teté lässt sie in ihre nähe, welche sich dadurch unentbehrlich macht. In dieser Zeit wird auch der Herr der Plantage auf seine Sklavin aufmerksam und bestellt sie Nacht für Nacht in seine Kammer. Teté wird schwanger, die kranke Herrin in dieser Zeit zur "Erholung" nach Kuba zu ihrem Bruder geschickt. Der Junge, den Teté auf die Welt bringt, wird ihr entrissen und vom Herrn der Plantage, seinem Vater, fort gebracht.

 

Teté erlebt in den Jahren und Jahrzehnten danach die Sklavenaufstände auf der Insel, die Flucht nach Kuba und schließlich weiter nach New Orleans, wo sie vielen der Vertriebenen von Saint-Domingue erneut begegnet. Dort erreicht sie das, was sie am meisten begehrt: Ihre Freiheit!

Ein wirklich sehr gut geschriebener Roman mit historischem Hintergrund. Isabell Allende schildert anschaulich das Leben der Sklaven in den Zuckerrohrplantagen auf den karibischen Inseln und beschreibt ausführlich den Aufstand der Sklaven, wie der zum Umbruch auf Saint-Domingue führte und der Inselstaat Tahiti entstand.

Fazit: Sehr lesenswert.

  • Taschenbuch: 552 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag
  • ISBN-10: 3518462903
  • ISBN-13: 978-3518462904
 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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