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... an die Mündung
2007
Dienstag, den 15. April 2008 um 10:07 Uhr

 Ein strahlend blauer Himmel wölbte sich über dem Fluss, so dass das Radfahren Spaß machte. Wir fuhren nicht weit, bis wir an die Stelle kamen, an der die Unstrut in die Saale mündet. An dieser Stelle, im Blütengrund, gab es ein Gartenrestaurant, wo wir uns für unsere Weiterfahrt stärken wollten.

Gleich daneben befindet sich ein Schiffsanleger. Hier legen Schiffe an, wie die Unstrutnixe, die ihre Passagiere auf der Unstrut in Richtung Freyburg schippern.

 Wir saßen kaum dort, als ein solcher Kahn auch schon seine "Ladung" an Land spuckte und das Lokal sich füllte.  Immer dann wenn man es am wenigsten vermutet trifft man jemanden. So auch wir, in diesem Blütengrund. Nämlich jemanden aus einer gaaaanz anderen Stadt, der zur Gruppe der Touristen gehörte, die einen Betriebsausflug machten.

Inzwischen hatte sich der noch eben gelobte Himmel mit grauen Wolken verhangen. Wir mussten weiter,  denn bis Freyburg wollten wir es zumindest schaffen. Jetzt fuhren wir wieder auf dem uns von den Vortagen bekannten Unstrut-Radweg und folgten seinen Schildern und Hinweisen.

Auf der Höhe von Kleinjena, dass wir auf der anderen Flussseite erkennen konnten,  gelangten wir an das so genannte "Steinerne Bilderbuch". Man fährt auf dem Unstrut-Radweg direkt daran vorbei und sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, kurz vom Drahtesel abzusteigen, um sich das Kunstwerk von 1722 einmal etwas genauer anzusehen. Das barocke Relief ist in den Fels am unteren Teil eines Weinberges am "Markgrafenberg" gehauen. Es ist 150 m lang und zeigt 12 fast lebensgroße Bilder mit sowohl biblischen, als auch weltlichen Motiven aus der Weinbaugeschichte. Der Hofjuwelier Johann Christian Steinauer gab aus Anlass des 10-jährigen Dienstjubiläums des Herzogs Christan von Sachsen-Weißenfels, seinem Herrn, den Auftrag, die Bilder auf seinem Grundstück in den Fels zu meißeln. Diese beinhalten Anspielungen auf die Regentschaft des Herzogs.

Wir setzten unsere Fahrt fort und gelangten an Weinbergen vorüber nach Großjena und von dort nach Freyburg, wo uns schon vor dem Ortseingang weitere Weinreben am Hang begrüßten. Oben, über der Stadt thronte die mächtige Neuenburg, die Schwesterburg der Wartburg. 

Wir drehten eine kurze Runde durch die Stadt und machten uns schnell wieder auf den Weg zurück nach Naumburg, da es tatsächlich nach Regen aussah. 

Wir hatten etwa drei Viertel der Strecke hinter uns, als es tatsächlich etwas nass von oben wurde. Zum Glück befanden wir uns gerade vor einer Straußwirtschaft, wie wir sie von unserem Abstecher an der Elbe her kannten. Die Räder waren schnell abgestellt und schon ging es hinauf in den Weinberg, wo eine trockene Weinlaube und die Wirtin auf die Gäste wartete. Dort tranken wir einen Schoppen guten Saale-Unstrut Wein und aßen dazu ein wohlschmeckendes Fischbrötchen und genossen die Aussicht.

Nach dem Regenschauer beendeten wir die letzte Etappe unserer Fahrt und kamen einigermaßen trocken wieder in Naumburg an.

 

ENDE 

 

Montag, 17. Dezember 2018

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